viernes, 6 de febrero de 2009

DONA CARMEN

Endlich komme ich dazu Euch etwas mehr ueber Dona Carmen und ihre Kinder zu erzaehlen. Ich habe ja in der Schweiz schon angesprochen, dass wir mit dem Geld des Verkaufs der Artesanias vor allem Dona Carmen unterstuetzen wollen. Ich habe nun endlich auch etwas mehr Information, denn in den letzten Wochen haben wir einen ziemlich guten Kontakt zu ihr und den Kids aufgebaut. Bevor ich sie mit Fragen loechern konnte wollte ich, dass sie auch uns etwas kennt und dass sie Vertrauen zu uns aufbauen kann. Es kommt schliesslich nicht so oft vor, dass jemand einem hilft ohne eigene Interessen zu verfolgen.

Also hier der Fall Dona Maria Carmen Chaj Flores:

Wann genau sie sich mit HIV angesteckt haben weiss Carmen nicht, sie sagt dass muss vor ungefaehr 5-6 Jahren gewesen sein, da sie es erst herausgefunden hat als sie 3 Monate mit Rodrigo schwanger war. Ihr Mann, der sie wohl angesteckt hat, wollte nach dem Bericht, dass Carmen und Rodrigo beide auch HIV positiv sind nicht mehr leben. Carmen erzaehlt, dass er sehr bald sehr krank wurde und jegliche Medikamente verweigert hat. Vor 4 Jahren ist er gestorben und hat sie mit 5 Kindern alleine gelassen. Von den 5 ist Rodrigo HIV positiv, die anderen 4 sind Gott sei Dank gesund.

Mildred Maydoni (14)

Allan Oswaldo (13)
Carlos Daniel (11)
Antoni Albani (9)
Rodrigo Isaias (5)

Bevor sie staendig krank wurde hat Carmen als Putzfrau gearbeitet. Vor einem Jahr wurde sie zum ersten mal so richtig krank und musste ihre Arbeit, sie war 6 Jahre lang bei derselben Familie angestellt, kuendigen. Als es ihr besser ging, hat sie Arbeit bei einer anderen Familie gefunden, aber als die herausgefunden haben, dass Carmen HIV positiv ist, haben sie sie entlassen. Zur Zeit verdient Carmen etwas Geld mit Waesche waschen, das sind 20-40 Quetzales, wenn sie auch noch Buegeln kann verdient sie etwas mehr. Ihre Aerztin hat ihr das Waschen eigentlich verboten, da es hier in Xela im Winter sehr kalt ist und sie natuerlich draussen und mit kaltem Wasser waschen muss, dh sie setzt sich staendig der Gefahr einer Erkaeltung und Grippe aus.
In den Ferien ist Allan, ihr aeltester Sohn, arbeiten gegangen, da er seine Mama unterstuetzen wollte, er wurde fuer sage und schreibe 10 Quetzales (1 EURO) die WOCHE!! ausgenutzt. Auch Mildred wollte eigentlich arbeiten gehen und die Schule schmeissen, sie koennte in einem Haushalt als Maedchen-fuer-alles ungefaehr 100 bis 125 Quetzales im Monat verdienen, aber zum Glueck hat sie das nun doch nicht gemacht. Wir haben Carmen geraten, dass sie ihre Kinder besser zur Schule schickt und wir haben ihr versprochen ihr wo wir koennen zu helfen, denn wenn die beiden nun die Schule abbrechen, dann kommen sie aus der Armutsfalle nie heraus. Je besser sie ausgebildet sind, umso besser koennen sie auch mal fuer ihre Geschwister sorgen. Aus diesem Grund haben wir nun fuer die Kinder, die alle in die oeffentliche Schule gehen und daher zum Glueck kein Schulgeld bezahlen, all die Buecher und Hefte und Ruecksaecke und anderen Schreibutensilien mit dem Geld, welches wir von Euch mitgebracht haben, kaufen koennen - DANKE!

Carmen hat mir erzaehl, dass sie bevor ihr Mann starb ein Haus gemietet haben, aber das natuerlich nicht mehr bezahlen konnten. Als sie kein Geld mehr hatte und nicht mehr wusste wie's weitergehen soll, haben Freunde von ihrem verstorbenen Mann, ihr geholfen auf einen Grundstueck ein Haus zu bauen.
Wenn man zu Dona Carmen hinfaehr kommt es einem vor als ob man in der Quarantaene gelandet ist. Alle anderen Haeuser stehen nahe beieinander und dann kommt... zuerst mal nichts und dann das Haus von Carmen. Sie hat uns erzaehlt, dass der Besitzer des Grundstuecks ihr das Haus schenken wollte, aber dass sie nun schon sehr lange nichts mehr von ihm gehoert hat und hofft, dass er noch lebt. Ihre Nachbarn sagt sie haben schon oft versucht sie von dort wegzubringen. Zum beispiel haben sie ihre Huehner und Kaninchen, welche ihr geschenkt worden sind, getoetet, werfen Steine aufs Haus und erzaehlen ueberall rum, dass Carmen HIV positiv ist und man ihr daher keine Arbeit geben soll.
Die Ignoranz der Leute und die Diskrimination sind sehr gross. Dieses Jahr wurde Rodrigo eingeschult und die Direktorin wollte ihn nicht in der Schule haben. Wir haben Carmen zur Schulleitung geschickt und auch als sie mit einem Brief des Supervisors bei der Direktorin vorbeiging, haben die Schickanen nicht aufgehoert. Wir haben daher bei der Menschenrechts Stelle in Xela eine Beschwerde eingereicht und nun wird Rodrigo zur Schule gehen koennen.

Carmen hat erst vor 3 Monaten erfahren, dass die Medikamente zur Behandlung ihrer Erkrankung gratis sind und daher nehmen sie und Rodrigo diese noch nicht lange. Ja, dass diese gratis sind, ist eine gute Nachricht, die schlechte ist, dass alle anderen Medikamente, wie Antibiotika, beide haben staendig Grippe oder Ohrenentzuendungen, und auch die Untersuchungen nicht gratis sind. Wir haben nun, dank der Unterstuetzung von einigen von Euch eine Blutuntersuchung von Rodrigo, die 1200 Quetzales kostet, bezahlen koennen - MERCI VIEL MALS fuer die Ueberweisung. Mit diesen Tests soll herausgefunden werden, wie Rodrigos Immunsystem auf die Behandlung, die er nun eben seit 3 Monaten erhaelt, reagiert. Carmen sollte dasselbe fuer sich auch machen, doch da fehlt es an Geld. Auch fuer weitere Untersuchungen, die nur in Guatemala City gemacht werden koennen, hat sie bisher noch keine Finanzierungsmoeglichkeit gefunden.

Ich hoffe nun Euch mit dem was ich geschrieben habe etwas das Herz und das Portemonnaie weichgemacht zu haben. Dies ist naemlich nicht nur ein Bericht ueber das was wir mit Eurem Geld schon alles helfen konnten, dies ist vor allem ein Aufruf an alle, die uns weiterhin helfen moechten Carmen und ihren Kindern, vor allem natuerlich Rodrigo, das Leben etwas leichter und vielleicht etwas laenger zu machen.

Ich danke Euch allen fuer die Zeit, die Ihr Euch genommen habt, diesen Bericht durchzulesen. Wenn ihr uns helfen moechtet, nehmt doch am besten direkt mit mir per email (francinehaenni@yahoo.de) Kontakt auf.

Ganz liebe Gruesse und bis bald!

sábado, 31 de enero de 2009

lunes, 26 de enero de 2009

Arlo Ivan

Emi isst nun die Bananen schon selber.


Arlo war schon mal vor 2 Jahren bei uns zu Besuch. Dieses Mal ist er gleich mit seiner Freundin Janice gekommen. Emi ist bei beiden super ruhig und laesst sich beinahe Stunden lang im Arm halten.






in Tulate hat es viele Schweine am Strand. Ist fast so komisch wie Kuehe im Urwald.



Ja und diese schoene Schaukel hat Papi fuer Emi gemacht - jejeje


Emi und ihr persoenlicher Clown

sábado, 24 de enero de 2009

ENDLICH MAL WIEDER






hier ein paar Bilder, viel erlebt haben wir nicht, aber vielleicht dieses Wochenende?? Liebe Gruesse

jueves, 8 de enero de 2009

EMI AM SCHOEPPELEN

Emi hat tatsaechlich noch gelernt aus dem Schoppen zu trinken!

martes, 6 de enero de 2009

ALTJAHRESWOCHE UND NEUJAHR

Wie ihr anhand der folgenden Bilder sehen koennt, haben wir es uns einfach nur gutgehen lassen...

Rittigampfen mit Pepe und Ana in Xela am 26.

Abhaengen mit Rudi und Celvin
Emi am Baden, so wie wir frueher (vor ganz ganz vielen Jahren) im Impel
Die Kamera, Mobiltelefone oder Fernbedienungen haben es Emi besonders angetan, die eigentlichen Spielzeuge sind scheinbar viel weniger interessant.
30. Dez. Emis erstes Mal am Meer!
Hier mit Rudi, der nicht baden wollte und daher die schoene Pflicht, Emi zu hueten uebernommen hat, ganz zu Emis Freude wie man sieht.
Am 31. habe wir nicht viel gemacht, wir sind um 11 Uhr ins Bett und haben uns von dort aus die Feuerwerke (die Guatemalteken lieben es ja wenn's so richtig Kracht) angehoert.
Hier Emi mit ihrem Papi, Allan und Celvin Jr.
Emi mit Ana in Mazatenango
Emi - Cara de Sapo!!

Ja und diese Mama hat etwas mehr zu tun als ich :) - machts gut bis bald

lunes, 5 de enero de 2009

WEIHNACHTEN UND NEUJAHR IM HAUSE RODAS HAENNI

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll, so viel war los in den letzten 2 Wochen. Ich hoffe ihr hattet alle auch so friedliche, erholsame und lustige Feiertage.
Also als erstes faellt mir ein, dass ich euch noch gar nicht erzaehlt habe, dass wir Ratten hatten. Ja genau, das ist ziemlich eklig. Und Emilio hat 2 von denen mit der Machete erledigt.... ich war so froh, dass ich es nicht machen musste, dass ich sogar nachher freiwillig das Blut weggewischt habe. Das war ja was, das Rattenjagen und -einfangen und dann eben -kaltmachen. Blaeh!
Na ja nun wissen wir woher sie kommen und haben gut abgedichtet und nun sind wir sie glaub ich :) los.

Aber die Festtage ueber waren wir gar nicht in Xela, darum habe ich auch nicht mehr gebloggt. Wir waren an der Kueste und ich glaube am besten stell ich einfach ein paar Bilder ins Netz.

Maria mit Hendrik, Marisol (bebe) und Jenny. Maria lebt mit ihrer Familie zur Zeit auf dem Grundstueck von Emilios Mama, da wenn niemand dort lebt staendig alles gestoheln wurde.


Das ist ein traditioneller Pache, also eigentlich richtig sagt man denen mit Reis Tamal de Arroz. Den isst man an Weihnachten und Neujahr und an allen anderen Feiertagen. Meist macht man 100 - 200 Stueck und somit isst man fast eine Woche lang nur Paches. Grundmasse ist Reis (kann aber auch aus Mais oder Kartoffel bestehen) und wir haben sie mit Rindfleisch gemacht, traditionell sind sie mit Schweinefleisch oder Poulet, aber mit Rindfleisch schmecken sie gerade noch mal viel besser. Dazu gibt man eine feine Sauce aus vielen Gewuerzen, Tomaten, Peperoni und Toastbrot, dann noch eine Olive und 3 zuvor eingelegte Rosinen. Danach wird das Ganze in ein Bijau Blatt eingewickel und dann ganz lange, vorzueglich ueber Feuer, gekocht. So sieht das ganze aus:

eingewickelt und ausgewickelt
und aufgegessen

Emi will gerade nicht dass ich blogge, schreibe also spaeter weiter :)